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Die Bilder sind eigene Aufnahmen die am frühen Morgen des 30.Juni 1997 von mir gemacht wurden. Sie können die Bilder durch einen Klick vergrößern!
Der Strom fällt aus
Bewegung in den Strassen
Schule fällt aus
Es geschah am Sonntag den 29.Juni 1997. Scheuen hatte gerade an diesem Wochenende Schützenfest gefeiert. Seit einigen Jahren war es Brauch am Sonntag nicht mehr
mit sogenanntem “Festball” auf dem Zelt zu feiern. Das Fest fand mit einem Konzert auf dem Festplatz seinen Ausklang, außerdem waren Schützen und Einwohner vom Feiern am Freitag und Samstag bereits so erschöpft,
dass der Festplatz gegen 22.00 Uhr menschenleer war.
Zum Glück!
Gegen 22.20 Uhr zog von Südosten her ein schweres Gewitter (wahrscheinlich eher ein Wirbelsturm) durch unseren Ort. Es begann
mit heftigem Regen der waagerecht “herunterkam?”, meine Frau wollte unsere Fenster schließen, was sie aber alleine nicht schaffte. Und dann ging es richtig los!
Ich habe schon so manchen Orkan erlebt, aber so etwas nicht! Für 2-3 Minuten fühlten wir uns in unserem Haus nicht mehr sicher, wir
alle liefen nach unten weil man das Gefühl hatte, unser gesamtes Dach würde im nächsten Augenblick abheben!
Der Strom fiel aus...
völlige Dunkelheit... im ganzen Ort... was war passiert? Der Wind hatte sich normalisiert, man mochte nicht nach draussen gucken....
die bisher gebräuchlichen Taschenlampen waren zu schwach um igendetwas zu erkennen geschweige denn beurteilen zu können. Ab
und zu blitzte es, man konnte etwas durch die Scheiben unserer Haustür erkennen. Der erste Eindruck: “das sieht draussen alles ganz
anders aus!” Der Regen hatte inzwischen aufgehört. Ich wagte mich aus dem Haus und kontrollierte Haus und Garage sowie Garten:
Bilanz: Dachziegel auf dem Garagendach fehlten, auf dem Hausdach auch einige. Dass Schlimmste jedoch: eine von unseren schönen großen Linden war umgefallen, und die andere auf 2/3 Höhe abgebrochen ( unsere schönen Schattenspender für die Terasse).
Überall waren Einwohner unterwegs um Ihre Schäden notdürftig zu beseitigen oder bei Nachbarn und Freunden zu helfen.
Ein Freund aus dem Hermannsburger Weg kam zu mir und bat mich um Hilfe. Bei ihm war das Hausdach großflächig abge deckt und die Garage auch. Wir gingen zusammen zu seinem Grundstück. Hier zeigten sich die größten Zerstörungen im Ort,
gegenüber bei den Segelfliegern war das totale Chaos! Herausgerissene Hallentore, Flugzeuge und Anhänger in den
Hallen durcheinandergewirbelt und zerstört, zertrümmerte Wohnwagen, kaputte Dächer, überall abgedrehte Baumkronen, und das dort, wo eigentlich keine Bäume standen!!! Der Wind hatte diese bis dorthin getragen! Der
gesamte Hermannsburger Weg war unpassierbar! Die freiwillige Feuerwehr Scheuen war hier bereits im Einsatz um wenigstens halbwegs ein Durchkommen zu gewährleisten. Alle Arbeiten fanden bei völliger Dunkelheit statt! Strom
gab es erst gegen 02.30 Uhr wieder. |